16. Dezember 2024
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Armut, Gesundheit, Migration

Wie viele Menschen in Deutschland leben, bei denen das “Recht auf Gesundheit” bloße Makulatur oder teilweise stark eingeschränkt ist, dazu gibt es keine belastbaren Zahlen. Unser Gesundheitsreport soll ein Schlaglicht auf die Situation dieser Menschen werfen. Es ist nicht einfach, ein genaues Bild der Lebens- und Gesundheitssituation der Betroffenen zu zeichnen. Die meisten haben keine Meldeadresse, sind schwer für Befragungen erreichbar. Einige sprechen wenig Deutsch oder sind in aller Regel damit beschäftigt, irgendwie über die Runden zu kommen.
zum Gesundheitsreport 2024
1. November 2024
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Fachtage, Rechtsgrundlagen/ Empfehlungen/ Positionen

Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte junge Menschen im Hilfesystem der Wohnungsnotfallhilfe: In der Landesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAG Ö|F) wurde diese Problematik vermehrt festgestellt und Klärungsbedarf auch im Hinblick auf neue Regelungen im SGB VIII gesehen. Von Mai bis September 2023 veranstaltete sie daher in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit (LAG JSA) Bayern drei sogenannte Wanderfachtage in München, Nürnberg und Augsburg. An diesen Tagen stellten die beiden LAGen unter dem Titel ‚Wir wollen wohnen!‘ die Wohnungsnot junger Erwachsener als gesellschaftspolitische Herausforderung zwischen Jugendhilfe und Wohnungsnotfallhilfe dar, diskutierten sie und zeigten Lösungsansätze auf. Diese wurden erstmals beim Kongress der ConSozial 2023 in Nürnberg vorgestellt und diskutiert. Dieses Memorandum ist die Konsequenz dieser Fachveranstaltungen und die Aufforderung an alle potenziellen Akteurinnen und Akteure, in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen für diese Zielgruppe aktiv zu werden.
zur Dokumentation der Fachtage in München, Nürnberg und Augsburg
zum Memorandum
5. August 2024
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frauenspezifische Bedarfe, Veröffentlichungen

Wie können Menschen zu Hause bleiben, die kein Zuhause haben? Obdach- und wohnungslose Menschen waren mit am stärksten von der COVID-19-Pandemie betroffen, wurden aber lange von der Politik übersehen. Apelle wie unter dem Hashtag StayAtHome wirkten ihnen gegenüber geradezu zynisch. Auch in der Forschungslandschaft fand die Situation dieser Menschen bisher wenig Berücksichtigung. Die Beiträger*innen nehmen sich dieser Lücke an und bündeln den derzeitigen Forschungsstand zum sozialen Phänomen der Obdach- und Wohnungslosigkeit sowie daran angrenzende Themengebiete in pandemischen Zeiten. Ein Blick zurück lohnt sich, um aus dieser Zeit zu lernen und für künftige Pandemien besser gewappnet zu sein.
Mit dem Titel ‚Bedarfe wohnungsloser Frauen mit schweren chronischen psychischen Erkrankungen in München- (k)ein pandemisches Phänomen‘ steuert die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern zusammen mit Frau Prof. Dr. Ursula Unterkofler einen Fachartikel zur Veröffentlichung bei.
zur Buchbestellung beim transcript Verlag
14. Juli 2024
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Fachtage, frauenspezifische Bedarfe

Im Kontext der Bundestagung der BAGW in Berlin hatte die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern die Möglichkeit, im Workshop 8 ‚Angebote für Frauen im Wohnungsnotfall – sind die Hilfen ausreichend und differenziert genug?‘ die in Kooperation mit der Hochschule München durchgeführte Studie ‚Bedarfe wohnungsloser Frauen mit schweren chronischen psychischen Erkrankungen in München – (k)ein pandemisches Phänomen!‘ vorzustellen.
zur Dokumentation der Workshops
zum Beitrag der KWSB
26. April 2024
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Bauen/ Wohnen, Rechtsgrundlagen/ Empfehlungen/ Positionen

Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat die Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e. V. mit der Erarbeitung einer Studie ‚Housing First Bayern‘ beauftragt. Mit der Untersuchung sollte eine landesweite Umsetzung des Housing-First-Ansatzes ‚geprüft‘ werden.
zum Bericht zur Studie Housing First in Bayern der GISS
24. April 2024
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Armut, Bauen/ Wohnen, frauenspezifische Bedarfe, Gesundheit, Migration, Rechtsgrundlagen/ Empfehlungen/ Positionen


Die Bundesregierung verfolgt das EU– weite Ziel, die Obdach- und Wohnungslosigkeit in Deutschland bis 2030 zu überwinden. Damit dies gelingt, bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Ländern, Kommunen sowie Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Der heutige Beschluss des „Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit“ (NAP) leitet den Prozess der strukturierten Zusammenarbeit aller Akteure ein. Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: Die Überwindung der Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist eine Mammutaufgabe. Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit (NAP) legt die Bundesregierung nun erstmals einen Handlungsleitfaden dafür vor, diese große gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzugehen.
zur PM des BMWSB vom 24.04.2023
zum Nationalen Aktionsplan
Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) und der Deutsche Städtetag begrüßen den NAP. Ein Leitbild alleine wird allerdings nicht genügen, um das ambitionierte Ziel Realität werden zu lassen. Es braucht auch politische Handlungsspielräume und finanzielle Ressourcen sowie eine Ausweitung des Mieter*innenschutzes.
zur PM der BAGFW, BAGW und des Deutschen Städtetags vom 24.04.2024