Zahlen
Auswertung der Bundeswohnungslosenstatistik für Südbayern 2026: Zahlen aus Schwaben, Oberbayern und Niederbayern- since 2022.

Die Bundesländer Nordrhein- Westfalen und Bayern machen mit eigenen landesweiten Erhebungen zu den Zahlen obdachloser und wohnungsloser Menschen schon seit einigen Jahren eine deutlich verbesserte Sozialplanung und in diesem Zuge Förderprogramme wie den Aktionsplan ‚Hilfe bei Obdachlosigkeit‘ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales zur Verbesserung und den Ausbau ambulanter Beratungsstrukturen möglich. Es ist in der Folge 2022 nach einiger Planungs- und Vorlaufszeit inkl. Gesetzgebungsverfahren erstmalig gelungen, eine bundesweite Erhebung durchzuführen- die Zahlen ordnungsrechtlich untergebrachter Personen, die immer auch als Fingerzeig auf potenzielle individuelle Rechtsansprüche auf Leistungen gemäß der §§ 67- 69 SGB XII interpretiert werden müssen, sind nun 2026 zum fünften Mal bis auf die Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise zum Stichtag 31.01.2026 ausgewiesen.
Die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern hat die Zahlen der bundesweiten Stichtagserhebungen des statistischen Bundesamtes zur Bundeswohnungslosenstatistik für Südbayern seit 2022 zusammengetragen:
zu den Zahlen aus Südbayern 2026
zu den Zahlen aus Südbayern 2025
zu den Zahlen aus Südbayern 2024
zu den Zahlen aus Südbayern 2023
zu den Zahlen aus Südbayern 2022
weiterlesen →
452 900 untergebrachte wohnungslose Personen Ende Januar 2026 in Deutschland.

Zum Stichtag 31. Januar 2026 waren in Deutschland nach den Meldungen von Kommunen und Einrichtungen rund 452 900 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verringerte sich die Zahl damit gegenüber dem Vorjahr lediglich um 5 % oder 21 800 Personen (2025: 474 700). Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W) sieht hier zurecht eine Verfestigung der Wohnungslosigkeit in Deutschland auf hohem Niveau.
Die Statistik erfasst wohnungslose Personen, die zum Stichtag 31. Januar beispielsweise in überlassenem Wohnraum, Sammelunterkünften oder Einrichtungen für Wohnungslose untergebracht waren. Obdachlose Personen, die auf der Straße leben, sowie Formen von verdeckter Wohnungslosigkeit (zum Beispiel bei Bekannten oder Angehörigen untergekommene Personen) werden nicht berücksichtigt. Sie sind aber Teil der begleitenden Wohnungslosenberichterstattung, die das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen alle zwei Jahre durchführt.
zur Statistik untergebrachter wohnungsloser Personen 2026
zur begleitenden Wohnungslosenberichterstattung
zur Pressemitteilung der BAG W
Aktuelle Hochrechnung der BAG W zur Wohnungslosigkeit in Deutschland veröffentlicht.

Im Rahmen der Veröffentlichung der aktuellen Hochrechnung zur Wohnungslosigkeit in Deutschland durch die BAG W fand gestern eine begleitende Pressekonferenz in der Zentralen Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot in Berlin statt. Neben der Vorsitzenden Susanne Hahmann, der Geschäftsführerin Sabine Bösing und Paul Neupert sprach auch Elfriede Brüning von der Zentralen Beratungsstelle über die praktische Einordnung der Zahlen. Anwesend waren Journalist*innen und Kamerateams von ARD, ZDF, RTL, Deutschlandfunk, taz und vielen weiteren Medien. Demnach waren im Jahr 2024 mindestens 1.029.000 Menschen in Deutschland wohnungslos. Daraus ergibt sich ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen zeigen deutlich: Es braucht jetzt entschlossenes Handeln, um Wohnungslosigkeit wirksam zu bekämpfen.
zur PM der BAGW
zur vollständigen Pressemappe inklusive Abbildungen
474 700 untergebrachte wohnungslose Personen Ende Januar 2025 in Deutschland

Zum Stichtag 31. Januar 2025 waren in Deutschland nach den Meldungen von Kommunen und Einrichtungen rund 474 700 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich damit die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 8 % erhöht (2024: 439 500). Der Anstieg ist vermutlich auf Verbesserungen der Datenmeldungen im vierten Jahr seit der Einführung der Statistik zurückzuführen. Besonders alarmierend ist der weiterhin hohe Anteil junger Menschen unter den Wohnungslosen: 41 % der untergebrachten Personen sind jünger als 25 Jahre- das entspricht rund 194.600 Menschen. Auch wenn dieser Anteil gegenüber dem Vorjahr (40 %) nur leicht gestiegen ist, verweist er auf strukturelle Versäumnisse in der Prävention von Jugendwohnungslosigkeit und auf fehlende passgenaue Hilfen. Ein großer Teil der untergebrachten wohnungslosen Personen hat keine deutsche Staatsangehörigkeit: 86 % sind Ausländer*innen, allein 29 % (137.800 Personen) stammen aus der Ukraine. Zwar hat sich das Wachstum dieser Gruppe im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamt, doch bleibt die Lage angespannt: Viele Betroffene verfügen auch nach einem abgeschlossenen Schutzverfahren weiterhin über keinen regulären Wohnraum. Die Statistik zeigt, dass Wohnungslosigkeit nicht nur Einzelpersonen betrifft: Paare mit Kindern bilden mit rund 163.400 Personen (34 %) die größte Gruppe, dicht gefolgt von Alleinstehenden mit rund 159.800 Personen (ebenfalls 34 %). Alleinerziehende machen etwa 17 % der untergebrachten Wohnungslosen aus. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Wohnungslosigkeit alle Lebenslagen betrifft- insbesondere auch Familien. Die spezifischen Bedarfe von Eltern mit Kindern und Alleinerziehenden müssen dringend berücksichtigt werden.
zur Pressemitteilung
zur Datenbank
Zweiter Wohnungslosenbericht der Bundesregierung liegt vor: Ausmaß von Wohnungslosigkeit hat zugenommen- 2024 gibt es rund 531.000 wohnungslose Menschen in Deutschland

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Wohnungslosenbericht 2024 vorgelegt. Mit diesem wird nach 2022 zum zweiten Mal ein gesamtdeutscher Überblick über die Situation wohnungsloser Menschen vorgelegt. Der Bericht enthält Informationen und Analysen über Umfang und Struktur von Wohnungslosigkeit im Bundesgebiet. Laut der Statistik und der empirischen Erhebung waren Ende Januar/Anfang Februar 2024 rund 439.500 Personen im System der Wohnungsnotfallhilfe untergebracht, weitere rund 60.400 Personen bei Angehörigen, Freunden oder Bekannten untergekommen (verdeckt wohnungslose Personen). Rund 47.300 Personen lebten auf der Straße oder in Behelfsunterkünften.
zum Wohnungslosenbericht der Bundesregierung
zur Kommentierung des Paritätischen
zur Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.
Der Menschenrechtsbericht 2024 des Deutschen Instituts für Menschenrechte: Wohnungslosigkeit von hoher Relevanz

Am 9. Dezember 2024 hat das Deutsche Institut für Menschenrechte seinen neunten Bericht an den Bundestag über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland vorgestellt. Gemäß dem Gesetz über die Rechtsstellung und Aufgaben des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMRG) legt das Institut dem Deutschen Bundestag einen solchen Bericht seit 2016 jährlich vor. Das Gesetz sieht vor, dass der Bundestag zum Bericht des Instituts Stellung nehmen soll. Der neunte Bericht erfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024. Er wurde anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte, dem 10. Dezember, veröffentlicht. Der Bericht steht zur Verfügung als Langfassung, als Kurzfassung (Deutsch/Englisch) sowie in Leichter Sprache. In seinem neunten Erscheinungsjahr widmet sich der Bericht fünf Themen, die im Berichtszeitraum von hoher menschenrechtlicher Relevanz waren: Schutz von Geflüchteten, Wohnungslosigkeit, Exklusion von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt, ausbeuterische Arbeitsbedingungen von Wanderarbeitnehmer*innen sowie menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen.
zum Menschenrechtsbericht 2024
Ende Januar 2024 rund 439 500 untergebrachte wohnungslose Personen in Deutschland

Zum Stichtag 31. Januar 2024 waren in Deutschland nach den Meldungen von Kommunen und Einrichtungen rund 439 500 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich damit die Zahl gegenüber den Vorjahren weiter erhöht (2023: 372 000, 2022: 178 100). Der Anstieg der Zahl der untergebrachten wohnungslosen Menschen ist jedoch vor allem auf Verbesserungen der Datenmeldungen im dritten Jahr seit der Einführung der Statistik zurückzuführen.
zur Wohnungslosenberichterstattung/ Pressemitteilung
zur Datenbank
Auswertung der Bundeswohnungslosenstatistik für Nordbayern: Zahlen aus Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken, Oberpfalz seit 2023

Die Koordination Wohnungslosenhilfe Nordbayern hat die Zahlen der jährlich durchgeführten bundesweiten Stichtagserhebung des statistischen Bundesamtes zur Bundeswohnungslosenstatistik für Nordbayern in folgender Übersicht zusammengestellt:
zu den Zahlen aus Nordbayern 2025
zu den Zahlen aus Nordbayern 2024
zu den Zahlen aus Nordbayern 2023
zur Datenbank des statistischen Bundesamtes
Ende Januar 2023 rund 372 000 untergebrachte wohnungslose Personen in Deutschland- zweite bundesweite Erhebung veröffentlicht

Zum Stichtag 31. Januar 2023 waren nach den Meldungen von Kommunen und Einrichtungen in Deutschland gut 372 000 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr zwar deutlich erhöht (2022: 178 000), dieser Anstieg ist jedoch zum Teil auf eine Verbesserung der Datenmeldung durch die beteiligten Stellen im zweiten Jahr der Statistikdurchführung zurückzuführen. Des Weiteren wurden 2023 knapp 130 000 geflüchtete Personen aus der Ukraine in der Statistik erfasst, die im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen sind (2022: 305 Personen). Dies entspricht gut einem Drittel (35 %) aller untergebrachten wohnungslosen Personen.
zur Wohnungslosenberichterstattung/ Pressemitteilung
zur Datenbank
Fünfter Bericht der Bayerischen Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern- die Diakonie Bayern wagt den Realitätscheck

Der Bericht beinhaltet umfangreiche Informationen über die Entwicklung der Lebenslagen der bayerischen Bevölkerung seit dem vorangegangenen Vierten Sozialbericht und zeigt die Ziele der Bayerischen Staatsregierung in der Sozialpolitik auf.
zum Bericht zur sozialen Lage in Bayern 2022

Die Diakonie Bayern hat dazu den Realitätscheck gemacht- und beim genauen Hinsehen allerdings entdeckt, dass auch das gute Netz im Freistaat einige Löcher hat.
zum Realitätscheck der Diakonie Bayern