Wir nehmen Abschied von einem außergewöhnlichen Menschen: von Ludwig Mittermeier.
Er war ein Ermöglicher im besten Sinne des Wortes. Einer, der nicht fragte, was nicht geht, sondern der Wege suchte – und fand. Für die Wohnungsnotfallhilfe hat er träger- und zuständigkeitsübergreifend Räume geöffnet, Chancen gesehen und Menschen Halt gegeben, wo andere längst aufgegeben hatten.
Sein Engagement war tief menschlich.
Er war verbindlich, vertrauensvoll, zugewandt – und dabei stets klar in der Sache. Er verstand es, mit Humor Schwere auszuhalten und mit Ernsthaftigkeit Verantwortung zu übernehmen. Diese besondere Mischung machte ihn zu einem Menschen, der Halt gab, Haltung zeigte und tiefes Vertrauen möglich machte. Er hat nicht nur Strukturen aufgebaut, sondern Beziehungen. Er hat Menschen gesehen – nicht als Fälle, nicht als Zahlen, sondern als Individuen mit Würde, Geschichte und Zukunft. Und er hat anderen den Mut gegeben, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen.
Was bleibt, ist Dankbarkeit.
Dankbarkeit für seinen Einsatz, für seine Klarheit, für seine Verlässlichkeit und für seinen zwar bayerischen, aber dennoch feinen Humor. Und für die Spuren, die er hinterlassen hat – in Projekten, in Entscheidungen, vor allem aber in Menschen. Wir gedenken Ludwig Mittermeier in Respekt, in Trauer und in großer Anerkennung. Sein Wirken bleibt. Sein Erbe wirkt weiter.
Und er fehlt.
Als Mensch.
Jörn M. Scheuermann und Stephanie Watschöder für die Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe München und Oberbayern und die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern









