{"id":1880,"date":"2022-05-11T14:04:41","date_gmt":"2022-05-11T12:04:41","guid":{"rendered":"https:\/\/wohnungslosenhilfe-bayern.de\/?p=1880"},"modified":"2022-11-07T13:52:12","modified_gmt":"2022-11-07T12:52:12","slug":"bedarfe-wohnungsloser-frauen-mit-schweren-chronischen-psychischen-erkrankungen-in-muenchen-eine-studie-der-fakultaet-fuer-angewandte-wissenschaften-der-hochschule-muenchen-in-kooperation-mit-der-arbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wohnungslosenhilfe-bayern.de\/?p=1880","title":{"rendered":"Bedarfe wohnungsloser Frauen mit schweren chronischen psychischen Erkrankungen in M\u00fcnchen- eine Studie der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule M\u00fcnchen in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe M\u00fcnchen und Oberbayern\/ Koordination Wohnungslosenhilfe S\u00fcdbayern."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/e\/e4\/HM_Logo_RGB.png\" alt=\"Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften M\u00fcnchen \u2013 Wikipedia\" width=\"214\" height=\"99\" \/>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1702\" src=\"https:\/\/wohnungslosenhilfe-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Logo_Arbeitsgemeinschaft_Kombi.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"96\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die vorliegende Studie wurde aus der Praxis der Wohnungsnotfallhilfe initiiert, da dort eine konkrete Problemstellung beobachtet und artikuliert wurde. In der t\u00e4glichen Arbeit in niedrigschwelligen Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe wurde eine Versorgungsl\u00fccke bei der Unterbringung und psychosozialen und psychiatrischen Versorgung von wohnungslosen Frauen mit schweren chronischen psychischen Erkrankungen in M\u00fcnchen beobachtet. Im M\u00fcnchner Arbeitskreis der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe M\u00fcnchen und Oberbayern \u201eHilfe f\u00fcr Frauen in Not\u201c wurde dies thematisiert und beschlossen, dem mit einer eigenen Datenerhebung nachzugehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wohnungslosenhilfe-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/2022_Forschungsbericht-Bedarfe-wohnungsloser-Frauen-mit-schweren-chronischen-psychischen-Erkrankungen.pdf\">zum Forschungsbericht<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/143187\/5247067\">zur Pressemitteilung der Hochschule<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ru.muenchen.de\/2022\/111\/Wohnungslosigkeit-Neue-Studie-ueber-psychisch-erkrankte-Frauen-101739\">zur Pressemitteilung der Landeshauptstadt M\u00fcnchen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Bahnhofsmission M\u00fcnchen (Evangelisches Hilfswerk M\u00fcnchen und INVIA e.V.), dem Frauenobdach KARLA 51 (Evangelisches Hilfswerk M\u00fcnchen), der Offenen Hilfe\/ Sonderberatungsdienst (Sozialdienst Katholischer Frauen M\u00fcnchen), dem Tagesaufenthalt Otto&amp;Rosi (Arbeiterwohlfahrt M\u00fcnchen) und der Teestube \u201ekomm\u201c \u2013 Streetwork (Evangelisches Hilfswerk M\u00fcnchen) wurden schlie\u00dflich Ende 2020 Vorf\u00e4lle dokumentiert, in denen Frauen mit schweren psychischen Erkrankungen aus niedrigschwelligen Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe herausfielen bzw. selbst nicht in der Lage waren, diese in Anspruch zu nehmen. Diese (nicht ver\u00f6ffentlichte) Erhebung geht davon aus, dass es sich um bis zu 85 Frauen handelt, die in M\u00fcnchen von dieser Problemlage betroffen sind, wobei 15 Frauen in mehreren Einrichtungen auffielen. Die Fachkr\u00e4fte gehen davon aus, dass sich die Situation der obdachlosen Frauen mit schweren chronischen psychischen Erkrankungen durch die Reduktion der Angebote im Zuge der Pandemie zugespitzt hat, die Versorgungsl\u00fccke \u2013 hinsichtlich Unterbringung sowie psychosozialer und psychiatrischer Versorgung \u2013 jedoch grunds\u00e4tzlich besteht. Sie gehen weiter davon aus, dass der Anteil der obdachlosen Frauen mit schweren chronischen psychischen Erkrankungen stetig steigt, und dass vor allem Frauen ab 40 Jahren davon betroffen sind. Diese Einsch\u00e4tzung wird auch unterst\u00fctzt durch die Evaluation des sogenannten \u201aBr\u00fcckenteams wohnungslos\u2018 in M\u00fcnchen, in welchem Einzelf\u00e4lle mit hochkomplexer, multimorbider Problematik (Wohnungslosigkeit oder Obdachlosigkeit i.V.m. einer oder mehreren psychischen Erkrankungen) datenschutzkonform mit dem Ziel besprochen werden, eine passgenaue, gesicherte, effiziente und zielgerichtete systematische \u00dcberleitung zwischen dem System der Wohnungsnotfallhilfe und dem psychiatrischen Hilfesystem sicherzustellen, um eine bedarfsgerechte Versorgungssituation des \u201asowohl als auch\u2018 statt eines \u201aentweder oder\u2018<br \/>\nder Hilfesysteme zu erm\u00f6glichen. Das Br\u00fcckenteam ist in der Landeshauptstadt M\u00fcnchen samt einer Lenkungsgruppe etabliert und bildet eine Kooperation zwischen dem Isar-Amper-Klinikum der Kliniken des Bezirks Oberbayern, der Landeshauptstadt M\u00fcnchen sowie der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe M\u00fcnchen und Oberbayern mit regelm\u00e4\u00dfiger Evaluation, die f\u00fcr den Erhebungszeitraum 2019 (N= 111 Personen) einen frauenspezifischen Anteil am Fallaufkommen von 55,9% aufweist. F\u00fcr diese Zielgruppe ist aus Sicht der Fachkr\u00e4fte ein angemessenes Angebot zu entwickeln, das sowohl Bedarfe der Unterbringung als auch der psychosozialen und psychiatrischen<br \/>\nVersorgung in den Blick nimmt. Mit dem Anliegen, eine empirische Basis f\u00fcr eine solche Angebotsentwicklung zu erarbeiten, wendete sich Stephanie Watsch\u00f6der, Fachreferentin in der Koordination Wohnungslosenhilfe S\u00fcdbayern, im Namen der o.g. Einrichtungen an Prof. Dr. Ursula Unterkofler, Fakult\u00e4t f\u00fcr angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule M\u00fcnchen. In Zusammenarbeit mit den genannten Akteurinnen der Wohnungslosenhilfe wurde daraufhin ein Konzept f\u00fcr ein Lehrforschungsprojekt in Kooperation mit der Praxis entwickelt, das im Wintersemester 2021\/22 unter Leitung von Prof. Dr. Unterkofler durchgef\u00fchrt wurde. Als Ziel des Forschungsprojekts wurde die Beschreibung der aktuellen Situation und des bestehenden Bedarfs in M\u00fcnchen f\u00fcr die Unterbringung von Frauen formuliert, die<br \/>\nobdachlos bzw. wohnungslos sind und unter schweren chronischen psychischen Erkrankungen leiden, und die auch aus sehr niedrigschwelligen \u00dcbernachtungsangeboten immer wieder herausfallen und v.a. nicht l\u00e4ngerfristig untergebracht und versorgt<br \/>\nwerden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &nbsp; Die vorliegende Studie wurde aus der Praxis der Wohnungsnotfallhilfe initiiert, da dort eine konkrete Problemstellung beobachtet und artikuliert wurde. 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